05 September 2019

ACHTUNG! TRIGGER GEFAHR!

Mir geht es zunehmend schlechter und ich kann nicht wirklich den Auslöser dafür nennen, aber es ist ein Dauerzustand und ich habe mir gestern vorgenommen, heute bei meiner alten Psychiaterin anzurufen und nach Hilfe zu fragen. Zu ihr darf ich nicht mehr, weil ich über 21 bin und sie Kinder- und Jugendpsychiaterin ist. Sie hat mir schon etliche Male Therapeuten empfohlen. Ich war sogar schon mal bei einem. Ich hätte nur drei Monate warten müssen und dafür jeden Monat anrufen, dass ich immer noch einen Platz brauche. Mehr nicht. Aber ich habe es nicht getan. Warum weiß ich nicht. Faulheit? Dummheit? Ich weiß es einfach nicht. Aber ich hätte den Therapeuten sowieso erst nach den drei Monaten Wartezeit kennen gelernt, von daher bereue ich es auch irgendwie nicht.
Ich bekomme mich nicht dazu aufgerafft, mir Hilfe zu holen. Sobald ich weiß, dass ich irgendwo anrufen muss, verkrampft sich alles in mir, ich lege mich hin und warte, bis der Tag rum ist. Das wars. Und es ist nicht nur ätzend, es ist eigentlich schrecklich für mich. Ich wollte eigentlich von meinen Medikamenten weg, aber ich merke, dass ich ohne verloren wäre. Wahrscheinlich würde ich mich ohne umbringen. Aber soll ich sie ein Leben lang nehmen? Vor allem fühle ich mich, als wäre die Medikation einfach zu niedrig, als hätte sich mein Körper schon so sehr an diese Dosis gewöhnt, dass ich mit dieser Dosis nun einen depressiven Zustand erreicht habe und die Dosis erhöhen muss. Es ist furchtbar. Ich fühle mich verloren wie in einer tiefen, dunklen Schlucht, kann nicht raus, oben alles hell, aber ich bin unten und alles ist dunkel. Ich bin unendlich traurig.  

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