27 August 2019

Ich bin die Art von Freundin, die man fragt, ob ich irgendwo mitkommen will, denn zufällig hat eine andere Freundin gerade abgesagt und ein Platz ist frei. Ich bin die Art von Freundin, die man vor der geilen Party auf einen 10-Minuten-Kaffee trifft. Die Art von Freundin, die man noch anruft, wenn man gerade einkaufen ist, weil man einkaufen und bisschen mit mir quatschen so gut verbinden kann. Die Art von wegen "Hey! Eine ist wegen der Party abgesprungen und wir hätten noch einen Platz frei! Hast du Lust, mitzukommen?" 

"Hey, mein Bus kommt in 10 Minuten! Hast du Lust mit mir noch zu warten?"

Die Art von Freundin bin ich. Oder werde ich dazu gemacht? 

Ich weiß, dass es mit Sicherheit nicht böse gemeint ist, aber trotzdem tut es schrecklich weh. Rückblickend betrachtet war es oft so. Ich habe damals noch woanders gewohnt, in der Nähe vom Bahnhof. Ich wurde fast täglich gefragt, ob ich kurz runterkommen und mit warten will. Anfangs habe ich es gemacht. Dann nicht mehr, denn für mehr war ich nicht gut genug. Einmal hat man mir gesagt, dass ich einfach nicht die Art von Freundin bin, mit der man auf Partys geht, sondern mit der man lieber einfach nur da sitzt und redet. Am Anfang war es toll, das zu hören. Aber dann ist mir aufgefallen, dass ich für jeden nur der Kummerkasten war. Mit anderen hatte man Spaß. Bei mir hat man sich ausgekotzt. Es war ein Trauerspiel, und ich habe es mitgemacht.

Auch bis heute fehlt mir die beste Freundin, mit der ich über alles reden kann, mit der ich Scheiße machen kann, mit der ich einfach ich sein kann. Es tut weh. Ich bin da und dann noch so fern von allen. Ich komme nicht mehr an die Menschen ran, aber wahrscheinlich liegt der Fehler einfach bei mir. 

1 Kommentar:

  1. das kann ich absilut nachvollziehen. es macht mich manchmal so neidisch, menschen zu sehen, wie sie in der schule alle ihre freunde fürs eben gefunden haben, und niemand der mit mir auf der schule war weiß ünerhaupt noch ob ich existiere.. lol.

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