09 Januar 2019

Ein Auf und Ab, ein Auf und Ab...

Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Momentan möchte ich mir einen neuen Job suchen, der Minijob kotzt mich an. Die Kollegen kotzen mich an. Alle anderen Menschen kotzen mich an. Um mir aber einen neuen Job suchen zu können, muss ich meinen Lebenslauf schreiben - und das heißt im Klartext: Ich muss mich mit mir selbst auseinandersetzen, was ich überhaupt nicht möchte. Ich will nicht sehen, was ich auf dem Papier "erreicht habe", wer ich angeblich bin, und was mich ausmacht. Denn der Lebenslauf ist ein Stück Papier. Was ist mit all den anderen Tagen, Monaten und Jahren, die ich erlebt habe, von denen ich aber besser nichts schreiben sollte? Ich werde verurteilt, ohne dass man mich überhaupt richtig kennt. Es kotzt mich an. 

Ich will so gerne ausbrechen. Schreien, weinen, irgendwas tun. Stattdessen sitze ich hier und schreibe diesen Lebenslauf. Und fremde Menschen sollen beurteilen, ob ich zu ihnen passe oder nicht, ob ich ''ins Team passe''. Lächerlich. Es ist unfair, aber so ist es eben.

Ich freue mich an jedem Tag, an dem es ''mein letzter Arbeitstag'' für die Woche war und ich meine Ruhe habe. Ich werde nicht gemobbt, und auch sonst sollte ich mich eigentlich nicht beschweren, aber alle kotzen mich an. Sie nerven mich. Ich kann sie nicht leiden. Alles scheinheilig, hin und wieder gibt es Streit, mit dem ich nichts zu tun habe, und dann haben sie sich alle wieder lieb, als wäre nichts gewesen. Diese Menschen sind anders, wenn sie bei der Arbeit sind, und das merkt man. Aber ich bin auch anders, ich sollte mich nicht beschweren. Ich bin auch scheinheilig. Statt allen zu sagen, dass sie mich ankotzen und nerven, spreche ich normal mit ihnen, als würde ich mit ihnen klar kommen.

Ich mache drei Kreuze, wenn ich dieses Gebäude nicht mehr betreten muss. So wie in der Schule, so wie in der Ausbildung. Wird es immer so sein, dass ich irgendwann einfach nur weg will von allem? 

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