23 Januar 2017

Ich kann nicht alles alleine ertragen, das tue ich auch nicht. Wir ertragen. Wir erleben. Und gleichzeitig verschwinde ich inmitten von so vielen... Personen. Ich bin unsichtbar für mich selbst, aber nicht unsichtbar für sie. Sie beobachtet mich, gibt mir Anweisungen, leitet mich regelrecht. Und ich folge. Wie in Trance tue ich alles, was ich so im Alltag tue, und am Ende des Tages liege ich im Bett und frage mich, ob ich eigentlich tot bin oder ob ich das wirklich bin. Dann schaue ich mir Bilder von  mir selbst an und kann selbst dann nicht sagen, ob ich das bin oder es Bilder einer Toten sind. Dann überkommt mich ein Gefühl der Gleichgültigkeit, und ich höre auf nachzudenken. Ein neuer Tag beginnt. Und dieselbe Scheiße folgt. 

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