Mit jedem Tag, der vergeht, geht es mir besser mit der Trennung. Es war die richtige Entscheidung, dass ich die Beziehung beendet habe. Zwar werde ich manchmal melancholisch, besonders abends fange ich manchmal an, ihn zu vermissen, jedoch verfliegt das am nächsten Tag. Spätestens dann, wenn ich das Haus verlasse und realisiere, was ich mir selbst da eigentlich angetan habe: Knapp fünf Jahre habe ich mit diesem Menschen verbracht, und meine Therapeutin sagte, es war eine Art der Selbstverletzung, dass ich so lange geblieben bin und mich nicht schon früher getrennt habe, obwohl ich das wollte.
Ja, manchmal tut es noch sehr weh. Ich wollte eigentlich und irgendwie schon, dass die Beziehung klappt. Und der Gedanke, dass ich irgendwann eine andere Person kennen lernen werde und erstmal eine Vertrauensbasis geschaffen werden muss, macht mir auch Angst. Ich will am liebsten niemandem mehr vertrauen. Es ist schwer, weil man meistens ganz andere Erwartungen an einen Menschen hat. Aber alles, wirklich alles ist besser, als zurückzugehen und mein Leben mit IHM zu verbringen. Es tut mir zwar weh, aber es geht nicht anders. Ich möchte nie wieder zurück.
Wir haben auch kein Wort mehr miteinander gesprochen. Ein kompletter Kontaktabbruch. Er wird sich nicht mehr bei mir melden, ich werde mich nicht melden. Denn es gibt nichts mehr zu sagen.
Aber es wird besser. Mit jedem Tag wird es besser.
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