19 Mai 2017

Reduziere meine Nahrungszufuhr auf das Nötigste, was mein Körper braucht, um einige Monate zu überleben: Wasser. Je weniger meine Waage mir anzeigt, desto euphorischer bin ich. Von morgens bis abends weg. Ein Workout, stundenlang joggen, platt nach Hause kommen und am nächsten Tag die Genugtuung auf der Waage spüren. Ich halbiere mich Stück für Stück. Ich habe das Gefühl, je mehr ich abnehme, desto weniger denke ich nach. Mit jedem Kilo schwinden meine Erinnerungen an mein verbittertes Leben und ein neues Ich ist mit dem Gewichtsverlust geboren. Ein Ich. Das Ich, das ich wahrscheinlich wirklich bin, das tief in mir steckt. Meine Depressionen werden weggehungert. 

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