23 April 2017

Ich stehe am Flughafen, warte auf jemanden.
Ich muss mich setzen, fühle mich schwach, erschöpft. 
Dann muss ich an die frische Luft, aber ich schaffe es nicht nach draußen. Meine Beine können mich nicht mehr halten und ich falle auf den Boden. Fremde helfen mir, kümmern sich um mich. Ich muss einen Schluck Cola trinken und bei dem Gedanken der Kalorienaufnahme muss ich mich beherrschen, nicht zu heulen.

''Haben Sie genug gegessen und getrunken?'' 
Bringt mich einfach um. Ich habe seit Tagen nicht gegessen. Ich erinnere mich nicht, wann meine letzte warme oder kalte Mahlzeit gewesen ist. 
''Ja.''

Mir geht es nicht gut, aber ich werde wieder frei gelassen, darf gehen. Mir ist immer noch schwindelig, aber ich beherrsche mich. An öffentlichen Orten will ich nicht zusammenbrechen. Als ich auf den Boden gefallen bin, hoffte ich, zu sterben. 

Meine Gedanken quälen mich, aber kurze Zeit später nehmen andere Schmerzen ihren Platz ein. Ich kompensiere Gedanken mit Schmerzen, die ich mir freiwillig zufüge. Wieder. Nach so vielen Monaten. Nichts verändert sich in meinem Leben, alles wird nur dunkler, einsamer und schlimmer. Heute hatte ich das Gefühl, dass nicht nur mein eines Bein, sondern nun auch mein einer Arm in diesem Grab liegt. Ich bin regelrecht am Ende. Am Ende. AM ENDE. 

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