15 Oktober 2015

Vielleicht sind einige Menschen einfach nicht für das Leben gemacht

Ich bin am jammern und am trinken. Dass ich beides mittlerweile gleichzeitig kann, ist eigentlich schon traurig, denn Alkohol ließ mich meine Sorgen vergessen und hat sie nicht noch intensiviert.
Aber anstatt mich zu betrinken und Dinge bei Menschen auszuplaudern, die grabreif sind, kotze ich mich lieber hier aus, denn das ist mein Blog. Seit mehr als drei Jahren. 
Wie die Dinge davor waren, weiß ich auch nicht mehr so genau. Wie mein Leben davor war, ob es überhaupt etwas davor gab in meiner Erinnerung. 
Schon einige Menschen haben mir gesagt, dass eines Tages alles wieder gut werden würde. Aber wenn sie das sagen, dann frage ich mich, was ihre Definition von gut sein soll und wie ich mir gut vorstellen darf, wenn ich gut noch nie erlebt habe, wenn ich gut nicht kenne, weil mein Leben noch nie anders war. 
Ich höre von vielen Menschen, dass ich noch jung sei. Ich hätte Zeit und es würde nicht immer so sein. Eines Tages würden bessere Tage kommen. Ich bin erst 17.
Aber die Zeit
rennt mir stetig davon.
Tag ein, Tag aus.
Natürlich kommen auch bessere Tage, es gibt sogar bessere Tage. Tage, an denen ich eine Prinzessin bin oder Tage, die mir das Gefühl geben, ich sei von allem erlöst. Aber es sind eben auch nur Tage. 24 Stunden, die mich fühlen, vergessen, leiden, lachen lassen. 
Natürlich ist das Leben nicht immer düster und grau, natürlich nicht. Das Leben und diese Welt kann so wunderwunderschön sein. Alles kann so bezaubernd, so atemberaubend, so fantastisch sein.
Und dennoch gibt es Menschen, die selbst bei der schönsten Landschaft, in der bezauberndsten Stadt und neben dem liebsten  Menschen wissen, dass sie für dieses Leben nicht gemacht sind. Ich bin einer von ihnen. 

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